Die verborgene Kirche des Grals: Brennpunkt Rennes-le-Chateau
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- Amazon-Verkaufsrang: #106832 in Bücher
- Veröffentlicht am: 2007-06-01
- Originalsprache: Deutsch
- Einband: Broschiert
- 240 Seiten
Aus der Amazon-Redaktion
Kurzbeschreibung
Birgt Rennes-le-Château ein Geheimnis? Die Spur der Gralsherren führt zu diesem Dorf in den Pyrenäen. Der Gral, ein mythischer Gegenstand, der im Laufe der Jahrhunderte die Fantasie unzähliger Autoren anregte, wird spätestens seit Wolfram von Eschenbachs "Parzival" mit dem Templerorden in Verbindung gebracht. Doch scheint der Schatz der Rittermönche, und mit ihm der heilige Gral, auf immer verschwunden zu sein.
Welchen Hinweis gibt Rennes-le-Château auf den Gral? Die Antwort auf diese Frage findet sich im mächtigen Netzwerk der Templer im Languedoc, im engen Verhältnis des Ordens zu den spanischen Königen, in den Botschaften aus Eschenbachs "Parzival" und "Titurel", in der seltsamen Geschichte des Pfarrers Bérengere Saunière und schließlich in der Existenz einer geheimen Kirche, welche Ende des neunzehnten Jahrhunderts in Frankreich aktiv war. Die Mitglieder dieser Bruderschaft bezeichneten sich als "Templer" und "Gralsritter" und verstanden sich als Hüter einer sehr alten Überlieferung. Der französische Gelehrte Pierre Dujols, der selbst Verbindungen zu ihnen pflegte, schrieb: "Sie brüsten sich, das Wissen zu besitzen. Zum Teil stimmt es auch, aber bis zum welchen Grade?" Welches Wissen besaßen diese dunklen "Gralsritter", die einem blutenden Herz huldigten und satanische Messen zelebrierten?
Kundenrezensionen
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Es ist was dran, an dem Mythos Rennes-le-Château, dem 50-Seelen-Dörfchen in den östlichen Pyrenäen, über das seit den späten fünfziger Jahren mehrere hundert Bücher geschrieben wurden. In einer Gesamt-Auflagenstärke, die einen guten Teil der Weltmetropolen veranlassen müßte, vor Neid zu erblassen. Und das nicht erst seit Dan Brown und seinen Wegbereitern mit ihrem Hollywood-Märchen über eine angeblich übermächtigen Geheimgesellschaft, genannt Priory of Sion. Schon vor mehr als 2.000 Jahren lobten antike Autoren wie Strabon ein sagenhaftes Goldvorkommen des Gebiets um unser kleines Dörfchen, was im Laufe der folgenden Jahrhunderte - wie die Autorin akribisch nachweist - nie aufgehört hat, geheime Drehscheibe der Machtspiele von etwa dem sagen- und geheimnisumwobenen Tempelritterorden, von Bischöfen, Fürsten und auch Sektengründern zu sein.
Mutig und konsequent weist die Autorin nach, dass sogar der Hof des legendären Sonnenkönigs Ludwig XIV mit seinen intriganten Mittelsmännern von diesem Mythos berührt wurden. Ein Mythos, der schon in Wolfram von Eschenbachs eigenwilliger Dichtung auf äusserst rätselhafte Weise ansatzweise enthüllt wurde, soweit man bereit und in der Lage ist, dessen Schriften entsprechend zu verstehen. Und es gab sie wirklich, die rätselhafte Bruderschaft von Sion, die zur Zeit der Kreuzfahrer und Tempelritter in Orleans eine Bleibe fand, die sie über Jahrhunderte behalten sollte. Das weist die Autorin nach, anhand von päpstlichen Urkunden und anderen fast eintausend Jahre alten Dokumenten, die sie kürzlich aus den verstaubten Archiven einer französischen Departementsverwaltung ans Tageslicht zerrte.
Das Vakuum, was dieser mysteriöse angebliche Mönchsorden hinterliess, als er von den skrupelosen Helfern des Sonnenkönigs vermeintlich vernichtet wurde, füllte - nach den ausdauernden Recherchen der Autorin, die sich nie scheute, mehrere hundert Jahre alte Quellen auszuwerten - eine ganze Kette obskurer Geheimgesellschaften, die ihre Mitglieder aus den Reihen renegater Kleriker und ebenso begüterter wie linienuntreuer Adliger rekrutierten. Die Autorin spürt den Verbindungen lokaler Adliger und Kleriker unserer Bergdorfregion über die Jahrhunderte zu den "Undergrounds" der jeweiligen Pariser High-Society nach und gelangt zu der Feststellung, dass der inzwischen schon legendär gewordene Landpfarrer Berenger Sauniere, der in der sogenannten Belle Epoque innerhalb weniger Jahre vom Hungerleider zum lokalen Immobilien-Tycoon mutierte, einer landesweiten Geheimsekte angehörte. Eine Sekte, deren Denkmal - die weltberühmte Pariser Kirche Sacre Coeur - noch heute Anziehungsmagnet eines Millionenpublikums ist.
Der modern gewordenen Sichtweise, der Landpfarrer von Rennes-le-Château sei durch betrügerischen Handel mit Messen zu seinem Reichtum gelangt, erteilt die Autorin eine nachvollziehbare Absage. Um ihn herum wurden überraschend viele Kleriker steinreich. Andere Pfarrer wurden bestialisch ermordert oder verstarben nach kurzer Amtszeit. Oder sie verunstalteten Grabsteine und riskierten ihren Ruf durch die Veröffentlichung vermeintlich wissenschaftlicher Bücher, deren Inhalt so lächerlich wirkt, dass kaum jemand sich dem Reiz entziehen kann, dahinter einen Schlüssel für das Jahrtausendgeheimnis zu vermuten.
Die Autorin bringt - mit jahrzehntelang erworbener, gut fundierer Sachkenntnis - ihre Leser ein gutes Stück näher an dieses Geheimnis heran. Und das mit einer nicht abreissenden Spannung, die man in einem Sachbuch nicht erwartet..
Ein gut recherchiertes Buch!
Es bietet im Vergleich zu
den meisten anderen am Markt befindlichen Templer-Büchern seriöse und
teils gänzlich neue Überlegungen, ohne das häufig übliche
"Hineininterpretieren" von reißerischen Tatsachebehauptungen. Die betriebenen Forschungen bzgl. des Templerordens im Languedoc sind sehr interessant und die Rennes-le-Château-Affäre wird sachlich und kompetent behandelt. Besonders interessant finde ich die Auflistung der Originaldokumente, die für die Existenz der Prieuré de Sion im Mittelalter und für ihre Fortdauer bis ins 17. Jahrhundert sprechen. Auch die Geschichte des Abbé Saunière ist mit Akribie rekonstruiert worden. Hier stimmen Daten und Ereignisse mit der Realität überein. Alles in einem: eine spannende, angenehme Lektüre. Ich kann das Buch allen Lesern empfehlen, die sich für die Rennes-le-Château-Affäre und für die Geschichte des Templerordens im Languedoc interessieren.
Wirklich eine Empfehlung wert...
Gut recherchiert, spannend geschrieben. Für die Fans von Rennes-le-Chateau unverzichtbar: viele zuverlässige Angaben und Berichte, klare Analysen der Fakten. Aber auch diejenigen, die sich – so wie ich – mit der Geschichte der Tempelritter in Südfrankreich beschäftigen, werden begeistert sein: sehr viele, neue, nützliche Informationen! Kein Ufo- oder Atlantis-Geschwafel, nur historische Tatsachen. Und doch: eine faszinierende Theorie. Unter anderem: eine genaue Liste der Dokumente, welche die Existenz der mittelalterlichen Prieuré de Sion darlegen; tiefgründige Untersuchung des Netzes des Templerordens im Languedoc; präzise Widergabe der ominösen Geschichte von Rennes-le-Château mit genauer Chronologie der Fakten; Darstellung des okkulten Milieu zur Zeit von Pfarrer Berengere Sauniere und eventuelle Verbindungen zu Sauniere; interessante Theorie über eine geheime gnostische Kirche, die satanische Rituale pflegte und die sich als Hüterin des Grals betrachtete. Also, mir hat das Buch sehr gut gefallen. Bravo!

