Ich war Freimaurer
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- Amazon-Verkaufsrang: #29032 in Bücher
- Veröffentlicht am: 2009-09
- Originalsprache: Deutsch
- Einband: Gebundene Ausgabe
- 304 Seiten
Aus der Amazon-Redaktion
Kurzbeschreibung
Wann hat es das schon gegeben? Ein ehemaliger Freimaurer-Chef läßt die Leser hinter die Kulissen der Geheimbündler blicken! Burkhardt Gorissen, früher Großredner und Vorsitzender des Schottischen Hochgrad-Ritus, erzählt von seiner Logen-Vergangenheit und entlarvt, was hinter der angeblichen Humanität der Freimaurer steckt. Ein Buch voller brisanter Enthüllungen
Über den Autor
Burkhardt Gorissen, 1958 geboren, seit 2004 Vorsitzender (4. Grad) des Alten und Angenommenen Schottischen Ritus, wurde 2006 zum Großredner der Großloge des Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland gewählt und übte diese Tätigkeit bis zu seinem Austritt aus der Freimaurerei im April 2008 aus.
Kundenrezensionen
Flop!
Wenn sich ein dem Vatikan sehr nahe stehender Verlag mit Enthüllungsliteratur und "Entlarvungen" befaßt, und dies monatelang vorher entsprechend ankündigt, läßt das aufhorchen. Der Verfasser, Kind aus katholischer Familie, erzählt gefühlsbetont von sich selbst, von seiner Bekehrung durch 11 Jahre deutscher Freimaurerei.
Dabei paßt jede Episode, jedes Detail so aufschlußreich in die literarischen Interessen der Herausgeber, daß man es für ein lange geplantes Konstrukt halten könnte, wären es keine auto-biographischen Fakten.
Eigentlich müßte der Erzähler dankbar sein, daß die Freimaurerei so miserabel ist und ihn dadurch festen Glaubens in die Arme der katholischen Kirche zurückholte. Und die Freimaurer könnten zu Recht demonstrieren, wie jeder in ihren Reihen nach seiner Fasson sich entwickeln und nötigenfalls jederzeit auch wieder austreten kann, wenn er mit der sachlichen oder menschlichen Seite dieser Bruderschaft nicht klar kommt.
Das wäre Normalität. So können Menschen friedlich zwischen Konfessionen konvertieren oder Gemeinschaften wechseln. Aber dieses Buch geht einen anderen Weg: Es hakt nach, pauschaliert und versucht gezielt, aus kurzlebigen, individuellen Erkenntnissen, langfristigen Unfrieden zu stiften - z. B. durch die Verteufelung von Humanität.
Da lassen sich 300 Seiten auch nicht mehr durch 500 Worte rezensieren. Zumal der Verfasser so viel Relevantes "vergaß" - z. B. daß die Freimaurerei weltweit aus über 200 völlig unabhängigen Freimaurer-Großlogen (5 allein in Deutschland) mit insgesamt ca. 35.000 weitgehend selbstständigen Logen besteht. Was in der einen Loge oder Großloge temporär mal schief laufen sollte, funktioniert in anderen bis nahezu optimal!
Gibt es eine größere, soziale Gruppierung in der Welt, in der es nie menschelt - in der die von Gott nach seinem Abbild geschaffenen Menschen nicht auch mal Fehler machen?
Wie viele Menschen haben schon Veranstaltungen ähnlich einer Großlogen Hauptversammlung organisiert wie der Autor, der darüber Buchseiten füllt, als wenn es sich um etwas besonders Freimaurerisches handelt. Oder welche Absicht verfolgt die mehrseitige Schilderung seines Aufnahmerituals, zumal er selbst noch betont, daß man so was heute vielerorts nachlesen kann?
Die Zahl der teils bissigen, abfälligen oder arroganten Bemerkungen über die weltweite Freimaurerei aus der Perspektive eines lokalen Meisters vom Stuhl bzw. eines von insgesamt 8 unkoordinierten Großrednern im deutschsprachigen Raum macht dieses Buch kaum noch diskutierbar. Im Übrigen: Normalerweise braucht kein Suchender 11 Mitgliedsjahre, um heraus zu finden, daß die Freimaurerei nicht zur katholischen Trinität führt, sondern einen Gottesbegriff empfiehlt, den auch andere Religionen mit- oder ertragen können.
Wesentlich mehr erwartet
Ich habe das Buch schon vor vielen Wochen vorbestellt und war sehr gespannt darauf.
Ich habe gehofft ein wenig Insiderinformationen zu bekommen, die manche Dinge verständlicher werden lassen, gerade als ich hörte, dass auch Rituale drin sein sollen.
Das sind sie zwar, aber nur wenige und fast alle nur kurz beschrieben.
Leider war die Vorfreude im Nachhinein nicht begründet.
Das Buch ist eher ein Bericht über die Unfähigkeit sich selbst zu kennen und eine Geschichte von Selbstverleumdung über ein Jahrzehnt hinweg.
Ich verstehe nicht, weshalb der Autor sich von Anfang an nicht sicher ist, das richtige zu tun, diesen Schritt aber dennoch geht und dann über Jahre hinweg einen Grad nach dem anderen abgrast, obwohl er sich angeblich nicht wohl fühlt.
Allen Freimaurern allgemein oberflächliches Verlangen nach Ämtern anzulasten finde ich bei der Lebensgeschichte ein wenig peinlich.
Dass der Autor damit nicht glücklich wurde ist nicht verwunderlich, liegt allerdings eher an ihm, als an irgendetwas sonst.
Seine Berichte sind zwar ehrlich und sehr persönlich, spiegeln aber eben nur eigene Erfahrungen wider, mehr leider nicht.
Das Buch wirkt zum Teil schon eher wie eine Werbebroschüre der katholischen Kirche.
das achte gebot......du sollst kein falsches zeugnis abgeben..
Ich bin fassungslos ein solches buch von einem bruder lesen zu müssen.
es sollte schon nachdenklich machen, wenn jemand innerhalb vier jahre nach aufnahme zum meister vom stuhl gewählt wird, dann sofort wieder die loge wechselt um wieder zum ersten vorsitzenden gewählt zu werden...
ich denke, br. gorissen ist selbst seiner eigenen eitelkeit erlegen.... sicherlich hat er sich anderen einfluss gewünscht... trotzdem finde ich es lobenswert, dass er sich wieder Mutter Kirche zugewandt hat, vielleicht ist er hier auch besser aufgehoben.
das buch ist ziemlich einseitig geschrieben und spielgelt sicherlich nicht das normale vorgehen innerhalb einer loge statt! wie in jedem verein "menschelt" es auch hier.
Ich selbst bin seit 10 Jahren Freimaurer und bereue diesen Schritt nicht. Sicherlich hat Herr Gorissen etwas anderes gesucht...
wer sich wirklich mit dem thema der freimaurerei auseinandersetzen will, sollte sich geeignetere literatur zulegen, dieses buch ist dafür nicht geeignet.

