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100 Bullets, Bd. 2: Die zweite Chance

100 Bullets, Bd. 2: Die zweite Chance
Von Brian Azzarello

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  • Amazon-Verkaufsrang: #214730 in Bücher
  • Veröffentlicht am: 2008-01-18
  • Originalsprache: Deutsch
  • Einband: Broschiert
  • 228 Seiten

Aus der Amazon-Redaktion

Kurzbeschreibung
DIE ZWEITE CHANCE, die zweite Sammlung von Brian Azzarellos und Eduardo Rissos gefeierter Krimi-Serie 100 BULLETS, gewährt uns noch tiefere Einblicke in diese erbarmungslose Welt aus Straßenkriminalität und organisierter Vergeltung. Mit einem scheinbar einfachen Geschenk - eine Kanone und 100 Schuss Munition, die nicht zurückzuverfolgen sind - bietet der geheimnisvolle Agent Graves denMachtlosen, denen Unrecht geschah, die Chance zur Rache. Aber jenseits der Entscheidung, ob man den Abzug drückt oder nicht, stellt sich bald eine noch tiefer greifende Frage:
Wer macht das möglich - und warum?

Klappentext
100 Bullets

DIE ZWEITE CHANCE, die zweite Sammlung von Brian Azzarellos und Eduardo Rissos gefeierter Krimi-Serie 100 BULLETS, gewährt uns noch tiefere Einblicke in diese erbarmungslose Welt aus Straßenkriminalität und organisierter Vergeltung. Mit einem scheinbar einfachen Geschenk-eine Kanone und 100 Schuss Munition, die nicht zurückzuverfolgen sind , bietet der geheimnisvolle Agent Graves den Machtlosen, denen Unrecht geschah, die Chance zur Rache. Aber jenseits der Entscheidung, ob man den Abzug drückt oder nicht, stellt sich bald eine noch tiefer greifende Frage: Wer macht das möglich-und warum?

Über den Autor
Brian Azzarello ist einer der bekanntesten US-Comicautoren der heutigen Zeit. Neben seinen Arbeiten für sein persönliches Lieblingsprojekt 100 Bullets, John Constantine Hellblazer und Loveless wurde er durch sein Wirken in Batman Kaputte Stadt und seiner Arbeit an Superman bekannt und berühmt. Für 100 Bullets Aller guten Dinge wurde er 2001 mit dem Eisner Award ausgezeichnet.


Kundenrezensionen

Einfach brilliant5
"Die zweite Chance" ist der zweite Band der Serie, die bei Panini in einer hochwertig gedruckten Neuauflage seit April 2007 erscheint.

Kleiner Schwindel, große Wirkung
Chuky ist ein begnadeter Spieler. Seine Würfel fallen immer genau so, wie er das will. Dumm nur, dass er sieben Jahre im Knast saß, weil er besoffen ein Pärchen überfahren hat. Jetzt versucht er wieder zu Geld zu kommen, doch irgendwie klappt nichts, was er anfasst. Kurz bevor er in eine ausweglose Situation gerät tritt Agent Graves auf ihn zu und erzählt ihm ein winziges Detail, dass Chucky damals im Suff entgangen ist. Er saß nicht am Steuer des Wagens.

Day, Hour, Minute... Man
Agent Graves hat noch einige Rechnungen offen. Erst trifft er sich mit Topper, dann mit Lono. Und für beide geht das Treffen anders aus, als sie gedacht haben. Nur Graves ist zufrieden.

Das rechte Ohr, auf Eis gelegt
Cole Burns verkauft Eis. Er liebt die kleinen Kinder, die täglich an seinem Wagen stehen, sich ihr Lieblingseis geben lassen und ihn dabei anhimmeln. Nur seine Geliebte drängt auf Heirat. Doch Burns ist noch nicht bereit. Irgendwie stimmt sein Leben nicht. Da tritt Agent Graves auf ihn zu, übergibt ihm einen Koffer und erzählt ihm einige kleine Details über seinen Kumpel Goldy, einem der Unterweltbosse der Stadt. Doch Burns will dem Unbekannten nicht glauben und erzählt Goldy davon. Der foltert gerade einen Kerl der ihm Geld schuldet. Unvermutet beginnt Goldy zu plaudern. Er übersieht, wie wichtig Cole Burns die Sache mit dem Altenheim und seiner Großmutter ist, die Goldy da so locker verbrennen ließ, um ein neues Gebäude bauen zu können. Es kommt wie es kommen muss, Goldy versucht, Cole umzubringen. Doch zur Überraschung von Goldy und seinen vier Kumpanen geschieht etwas völlig anderes.

Gebrochenes Herz, gut durch
Lilly kommt nicht darüber weg, dass ihre geliebte Tochter mit dreizehn abgehauen ist. Sie weiß nicht mal warum, liebte sie doch das Kind über alles. Doch Agent Graves, der plötzlich in ihrem Kaffee sitzt und einen Kuchen bestellt, erzählt ihr eine ganz andere Geschichte. Die Geschichte eines Mädchens, das von zu Hause abhaut und erst auf den Strich geht, dann an die Nadel und schließlich an einen Perversen gerät. Es ist die Geschichte von Lillys Tochter und am Ende übergibt Graves ihr einen Koffer mit einhundert Patronen und ein Bild, das Lilly das Blut in den Adern gefrieren lässt.

Parlez kung vous
Dizzy Cordova wird von Mr. Shepard nach Paris geschickt. Dort soll sie einen gewissen Mr. Branch treffen und mit ihm reden. Dizzy weiß nicht, was sie mit dem feigen, fetten Zwerg anfangen soll, dessen einzige Gemeinsamkeit mit ihr der Koffer ist, den beide von Graves bekommen haben. Doch Mr. Branch weiß mehr. Er hat nachgeforscht und herausgefunden, warum Graves diesen Koffer weiter gibt und was er mit Mr. Shepard und dem geheimnisvollen Trust zu tun hat, der hinter allem zu stecken scheint.

Was für eine Geschichte, was für Bilder, was für eine atemlose Spannung. Niemand, der diesen Comic zu lesen beginnt, wird sich dem Sog entziehen können, die Bilder und Text erzeugen. Die Schicksale, die in harten, schlaglichtartigen Szenen vor dem inneren Auge des Lesers entstehen, ihre ausweglose Situation, ihr Wunsch nach Rache, und die Frage, ob diese Rache, wenn sie denn keine Konsequenzen hat, gut, wichtig oder gar lobenswert ist, stellt sich unmittelbar. Ohne Nachdenken, rein instinktiv empfindet man Abscheu und Verständnis, Ablehnung und Zustimmung gleichermaßen. Die Härte der Bilder, die kompromisslose Kürze des Textes, lassen keine Spielräume, gehen unmittelbar ins Herz und ins Gefühl. Instinktiv wird man in das Geschehen hineingezogen, bleibt nicht außen vor, kann diese moralische Frage nicht intellektuell und kühl entscheiden. Man muss innerlich Stellung beziehen, sich ebenfalls entscheiden.

Azzarello und Risso spielen mit dem Leser, seiner Entschlossenheit, Moral und Recht zu achten, führen ihn wie die Charaktere in der Handlung in Versuchung und führen ihn gleichzeitig vor, denn hinter allem lauert die Frage, wer diese Situation warum heraufbeschwört und was er davon hat.

Brillant, hart, gnadenlos, spannend und grafisch exzellent - Azzarello und Risso waren nie besser als in "100 Bullets" - das muss man sich einfach angesehen haben, wenn man diese Art von Comics mag. Nur sollte man, will man alles verstehen, unbedingt vor dem Genuss von "Die zweite Chance" den Band "100 Bullets - Der erste Schuss" gelesen haben. Dann aber wird man kaum mehr mit dem Lesen wieder aufhören - mit einem Puls von 180!